Öffentliche Korrekturen
Was hier falsch stand
Jede Aussage auf diesen Seiten, die sich als falsch herausgestellt hat — mit Datum, altem Wortlaut und dem, was jetzt dasteht. Wir ändern nicht still.
In einem Feld, in dem fast alle übertreiben, ist die einzige Währung, die zählt, Nachprüfbarkeit. Eine Seite, die immer recht hatte, hat entweder nie etwas Konkretes behauptet oder ihre Fehler weggeräumt. Wir stellen sie lieber aus. Wer hier eine Korrektur findet, die wir übersehen haben, soll sie uns schicken — sie kommt dann hierher.
Eine Cortisol-Zahl, die die Daten nicht hergeben
Wir hatten die Zahlen aus der Zusammenfassung der Studie übernommen, nicht aus den Daten. Beim Nachlesen des Volltextes zeigte sich: Die 1,35 ist der Anfangswert der 440-Gruppe, nicht ihr Endwert — wir hatten Anfang und Ende vermischt. Und die Veränderungen innerhalb der Gruppen waren alle nicht statistisch belastbar; die 432-Gruppe startete bereits bei halbem Wert. Bei fünfzehn Personen je Gruppe ist der Endwertunterschied mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Zufall der Gruppeneinteilung.
Aravena u. a., J Appl Oral Sci 28 (2020), e20190601 · unabhängiges Review der Universität Padua, 2023
Mailand war 1881, und 432 war nicht Verdis Zahl
Zwei Fehler in einer Zeile. Der Congresso dei Musicisti Italiani tagte im Juni 1881, nicht 1880. Und Verdi war zwar der prominenteste Fürsprecher eines tieferen Stimmtons — sein Favorit waren aber die französischen 435; 432 nahm er nur an, mit der Begründung, der Unterschied sei „so klein, fast unhörbar fürs Ohr“. Der Kampfbegriff „Verdi-Stimmung“ für 432 wurde erst 1988 geprägt, gut achtzig Jahre nach seinem Tod.
Gazzetta musicale di Milano, 13.11.1881 · Carteggio Verdi-Ricordi 1882–1885 · Rosenberg, J Popular Music Studies 33 (2021)
Ein Vorbehalt gefehlt, den die Autoren selbst nennen
Zur Studie, die bei 432 Hz einen niedrigeren Puls fand, fehlte ein Satz: Die Autoren schreiben selbst, sie könnten nicht sagen, ob das an der Zahl 432 liegt oder schlicht daran, dass es tiefer ist. Der Befund bleibt — die Einschränkung gehört dazu, und sie stand nicht da.
Hohneck u. a., BMC Complement Med Ther (2025), PMID 39844155
Eine Fassungsnummer, die zwanzig Ausgaben alt war
Sichtbar war das nie: Die Angabe steht in den strukturierten Daten und wird nur von Maschinen gelesen. Genau deshalb veraltete sie unbemerkt — für Suchmaschinen war der Tuner monatelang eine 0.1.0, während die Seite eine 0.21.1 anbot. Eine Zahl, die niemand sieht, prüft auch niemand. Sie kommt jetzt aus derselben Zeile wie der Knopf; fehlt der Verweis, bricht der Bau ab.
„Gemessen“, wo nichts gemessen wurde
Das Radio nimmt bei jedem Sender an, er stehe auf 440, und zieht pauschal 1,8 Prozent ab. Gemessen wird dort nichts — und drei andere Stellen derselben Seite sagen das auch ausdrücklich. Ein Wort in der Statusleiste, das dem widerspricht, kostet nicht nur Wahrheit; es entwertet ausgerechnet das Argument, mit dem wir den Tuner von allen anderen unterscheiden.
Wie wir es halten
Was hierher kommt
Jede sachliche Aussage, die falsch war — Zahlen, Jahreszahlen, Zuschreibungen, technische Angaben. Nicht Tippfehler, Umformulierungen oder Meinungsänderungen über Gestaltung.
Der alte Wortlaut bleibt stehen
Eine Korrektur, die den Fehler nicht zeigt, ist keine. Deshalb steht hier beides nebeneinander — und der alte Satz wird nicht geschönt.
Wer etwas findet
Schreib es uns. Wir prüfen es an der Primärquelle, nicht an einer Zusammenfassung — genau das war der Fehler beim ersten Eintrag oben. Stimmt es, kommt es hierher, mit Datum.