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Acht Hertz sind der Unterschied. Hör ihn dir an.
Zwei Töne, die dicht beieinander liegen, löschen sich abwechselnd aus. Man hört ein Pulsieren — so stimmen Menschen seit Jahrhunderten Instrumente, indem sie warten, bis es aufhört. Zieh den Regler von 440 auf 432 und du hörst genau das, was der IYAMBAE Tuner mit deinem ganzen Systemton macht.
Schwebungsmesser · Referenz A = 440,0 Hz
Ton einschalten, dann den Regler bewegen.
Zwei Sinustöne im Browser, nichts weiter. Der Tuner selbst arbeitet am fertigen Klang und verschiebt nicht die Tonhöhe eines einzelnen Tons, sondern die des ganzen Signals — ohne das Tempo anzutasten.
Woher die Zahl kommt
Der Kammerton ist eine Verabredung, keine Naturkonstante.
Als Alexander J. Ellis 1885 fünfhundert Jahre europäischer Stimmtonhöhen zusammentrug, reichte seine Tabelle von 370 bis 567 Hz — mehr als eine Quinte Spannweite. Der Grund war banal: Orgelpfeifen wurden nach dem örtlichen Längenmaß gebaut, und der „Fuß“ war in Frankreich ein anderer als in Sachsen.
Zwischen der Pariser Stimmgabel von 1822 mit 432 Hz und der von 1855 mit 449 Hz liegen dreiunddreißig Jahre — und dieselbe Stadt.
Ausschnitt · 430 bis 450 Hz hier spielt sich heute alles ab
- 415Historische Aufführungspraxis — ein exakter Halbton tiefer
- 432Mailand 1880, die Zahl, für die Verdi eintrat
- 435Diapason normal, Paris 1859
- 440Scheibler 1834 · London 1939 · ISO 16
- 443Deutschland und Österreich, heute üblich
- 445Berliner Philharmoniker unter Karajan
- 449Pariser Stimmgabel 1855
- 470–480Highland-Dudelsack
440 Hz stammt von 1834
Vorgeschlagen von Johann Heinrich Scheibler, einem Krefelder Seidenfabrikanten; die Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte übernahm es 1834 in Stuttgart. Sein Grund war denkbar unspektakulär: 440 war der Mittelwert, um den Wiener Klaviere zwischen Wärme und Kälte schwankten.
Und 1939 schlug es 439
Die Konferenz im Mai 1939 tagte im Hauptquartier der BBC. 440 wurde 439 vorgezogen, weil 439 eine Primzahl ist und sich aus dem Quarzoszillator der BBC nicht durch Teilerketten erzeugen ließ. Aus dieser Verlegenheit wurde eine Weltnorm.
„Eine Kinderei, die sich fast der Lächerlichkeit preisgäbe.“
In eigener Sache
Zur Wirkung sagen wir nichts. Die Forschung gibt nichts her.
Rund ein Dutzend Studien haben 432 Hz direkt gegen 440 Hz gestellt. Die kleinsten fanden Effekte an der Signifikanzgrenze. Die größeren und unabhängigen fanden keine — und zwei doppelblinde Studien von 2025 fanden 440 Hz im Vorteil.
Eine Metaanalyse existiert nicht. Eine unabhängige Replikation auch nicht. Von allen Primärstudien ist genau eine vorab registriert.
Dass Musikhören entspannt, ist gut belegt. Dass es an der Stimmung liegt, ist es nicht. Wir versprechen dir deshalb keine Wirkung. Wir geben dir einen Regler.
Aravena u. a., J Appl Oral Sci 28, 2020 (n=42) · Erdal u. a., 2021 (n=51) · Mousavi u. a., 2025 (n=72) · Jebabli u. a., Sci Rep 15, 2025 · Fastl, Patsouras & Rader, DAGA 2003 — Blindversuch am Flügel: 7× für 440, 3× für 432, 3× unentschieden.
Wer 432 Hz sucht, hat die Werbeversprechen schon hundertmal gelesen. Uns bleibt das Einzige, was noch nicht dabei war: nichts zu behaupten.
Warum nicht einfach die Webseite
Die eine rät. Die andere misst.
Der Unterschied zwischen 440 und 432 Hz beträgt genau −31,77 Cent, knapp ein Drittel Halbton. Das liegt deutlich über der Unterscheidungsschwelle von rund zehn Cent: Im direkten Umschalten hörst du es klar.
Ohne Vergleich daneben allerdings nicht — eine Untersuchung von 2023 zeigt, dass Hörer bei echter Musik auf Zufallsniveau raten, welche Stimmung läuft. Deshalb gibt es hier keinen Vortrag, sondern einen Schalter.
Im Browser
Annehmen und ziehen
Nimmt 440 Hz an, rechnet den festen Faktor 432 ⁄ 440 und wendet ihn auf alles an. Bei einer Aufnahme, die auf 443 liegt — dem heute in Deutschland üblichen Wert — landet man damit auf 435 statt auf 432.
Der Tuner
Messen und treffen
Bestimmt die tatsächliche Stimmung des laufenden Klangs und rechnet den Abstand zum Ziel daraus. Was auf 443 liegt, wird um 443 → 432 verschoben, nicht um 440 → 432.
So weit liegt der Zeitdehnungsfaktor von der Identität entfernt. Bei einer Oktave wären es 50 %.
Das Tempo bleibt. Beim bloßen Langsamerabspielen würden aus 120 BPM 117,8.
eines Kerns bei der schnellen Engine — das 1077-fache der Echtzeit. Auf Windows gemessen.
Im Echtzeit-Rückruf. Nicht behauptet — das Bauskript zerlegt die DLL und listet jeden Aufruf, der herausführt. Es sind keine.
Drei Systeme, drei verschiedene Hindernisse
Woran es liegt, wenn es dein System noch nicht gibt.
Der Signalkern ist überall derselbe und fertig. Was sich unterscheidet, ist die Frage, ob ein System einer App überhaupt erlaubt, den Ton anzufassen — und das ist keine Frage des Aufwands.
Diese Ausgabe ist nicht signiert und nicht notarisiert. Sie ist gebaut und getestet — 88 Tests, 436 Zusicherungen, null Fehler auf macOS 26 — aber von einem Menschen noch nicht benutzt worden.
Auf dem Mac wird Gatekeeper sie abweisen, und der alte Rechtsklick-Weg hilft nicht mehr: Apple hat ihn am 6. August 2024 abgeschafft. Der Weg ist jetzt einmal doppelklicken, abweisen lassen, dann Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → „Dennoch öffnen“.
Das Linux-Paket ist davon nicht betroffen und in einem sauberen Behälter installiert und geprüft worden.
Die eigentliche App. Menüleiste, greift den Systemton ab und ersetzt ihn, ohne dass du etwas umstellst.
Beim ersten Einschalten fragt macOS nach der Berechtigung „Systemaudio aufnehmen“.
Stimmt den Systemton wirklich um. Ein LADSPA-Plugin,
das PipeWires Filterkette einhängt — mit apt install
fertig, mit iyambae-tuner start an.
Die Stimmung lässt sich im Betrieb ändern, ohne dass der Ton abreißt. Debian 13; für Ubuntu und Zorin muss neu gebaut werden.
Stimmt keinen Systemton um. Windows lässt das nicht zu: Der Ton lässt sich mithören, aber nicht ersetzen — dafür müsste die Software selbst zum Ausgabegerät werden.
Was geht, ist der Signalpfad selbst — samt einem Werkzeug, das WAV-Dateien umstimmt. Beide Engines, auf Windows nachgemessen. Ein virtuelles Audiogerät ist der nächste Schritt.
Verzögerung
Zwei Engines. Du wählst.
Tonhöhe zu verschieben, ohne das Tempo anzutasten, kostet Zeit — und wie viel, hängt vom Verfahren ab. Der Umschalter blendet über 25 ms über, damit der Wechsel nicht knackt.
Delay-Line
Schnell genug für Video und fürs Mitspielen. Der Ton bleibt an den Lippen.
High Quality
Signalsmith. Klingt besser, aber bei Video unbrauchbar — eine Viertelsekunde Versatz sieht man.
iOS und Android kommen nicht — und zwar nicht, weil es zu aufwendig wäre, sondern weil dort die Grenze der Sandbox verläuft. Auf iOS gibt es kein Gegenstück in irgendeiner Form. Auf Android darf man fremden Ton nur mitschneiden, wenn die abspielende App es gestattet, und Spotify, Netflix und YouTube tun das nicht. Was möglich wäre, ist etwas anderes: ein eigener Abspieler, der die Musik selbst in die Hand nimmt. Daran wird gedacht.
Zusammenspiel
Das Radio erkennt die App — wenn du es erlaubst.
Läuft der Tuner auf demselben Rechner, kann IYAMBAE Radio das bemerken und seine eigene, ratende Umstimmung abschalten. Dann übernimmt die App, die misst.
Gefragt wird dabei zweimal: Die Seite fragt einmal nach, und der Tuner fragt dich. Ohne deine Zustimmung erfährt keine Webseite, dass du ihn benutzt — auch nicht, dass er installiert ist.
Eine Liste erlaubter Webseiten im Programmtext wäre bequemer gewesen. Sie hätte nur die falsche Frage beantwortet.